Der Dienst im Schutzbauwerk erfolgte innerhalb des DHS ( Diensthabendes System ). Alles im DHS handelt nach gleichen Vorgaben und Bestimmungen. Jeden Morgen erfolgte vor Dienstbeginn die Vergatterung für den bevorstehenden 24 Stunden Dienst. Das hatte zur Folge, man stand für diese Zeit für interne Kompanieabläufe nicht zur Verfügung. Fast alles im Oblekt wurde diesem Zyklus, Dienst im DHS angeglichen.
Zu den Schichten traten je zwei Sendefunker und je zwei Empfangsfunker an. Pro Schicht je ein Leiter Funk.
1.Schicht
hatte 3 Aufzüge
8:00 - 12:00
18:00 - 24:00
6:00 - 8:00
2.Schicht
hatte 2 Aufzüge
12:00 - 18:00
00:00 - 6:00
Profil 01, Sendefunk
Die Funknetze 008 und 421 arbeiteten dauerhaft ohne Unterbrechung in Betriebsart A1 und wurden von je einem Soldaten besetzt. Das Arbeitsgerät zu unserer Zeit war für diese beiden Netze der EKV 13, dies war ein Kurzwellenempfänger. Die Modulationsleitungen wurden im Normalfall zum Funksendeamt Calau geleitet, hier waren die Sendeanlagen .
Profil 02, Empfangsfunk
Koordinatenempfangsfunk im Funknetz 110, Betriebsart A1, übertragen von der GSSD in Merseburg. Auch dieses Netz wurde rund um die Uhr betrieben. Sendegeschwindigkeit zwischen 100 und 180 Zeichen als Ziffern 0 bis 9 in der Minute, ein höllisches Tempo. Die Koordinaten wurden in ein Heft vom Funker geschrieben und von einem zweiten Funker zeitgleich per Mikrofon ins AIZ zum Planzeichner gelesen. Dieser zeichnette die Daten der Luftlage in Spiegelschrift auf Planchett, eine über zwei Etagen reichende Plexiglasscheibe mit aufgebrachter Landkarte. Diese Trio konnte bei gutem Ausbildungsstand bis 16 Flugzeuge lückenlos darstellen. Spitzenkräfte erreichten bis 20 Flugzeuge. Das Netz lief bis zur Abschaltung 1990 ohne Ausfälle.
Küchendienst / Wache
Unterszützung der Stammbesatzung vom GS im wöchentlichen Wechsel mit der Nachbarkompanie VNZ durch zwei Soldaten.
Manöver / Übungen Training
Zur Absicherung von Aufgaben bei Manövern wurden entsprechend Soldaten abgestellt, diese standen dann für den regulären Dienst nicht mehr zur Verfügung. Da hatte man, je nach Dauer der Maßnahme, gleich mal eine Woche Dienst am Stück. Geübt wurde in unregelmäßigen Abständen der Einsatz im WGS - 31 in Döbern.