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Kurioses

Bügeleisen, Kochgeschirr und Zutaten ...

... mehr brauchte man nicht.
Das Bügeleisen mußte wie im Bild zu sehen einen offenen Griff haben, denn dann war es möglich, es mit der offenen Griffseite auf die Tischplatte zu schieben. Bügelfläche nach oben und dann den Tisch mit Bügeleisen zur Stabilisierung gegen den Heizkörper schieben. Das war ja auch der vorgesehene Platz vom Tisch im Zimmer. Eine prima Sache und ganz unauffällig von Außen nicht zu erkennen. Solche Sachen waren natürlich nur möglich nach der Dienstausgabe. Zur regulären Tages- und Dienstzeit unmöglich.

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Dann wurde der Einsatz vom Kochgeschirr aufgesetzt und es entstanden wirkliche kulinarische Besonderheiten. Alles was Küche, MHO, Wald oder Spind hergaben wurde zu gut schmeckenden Gerichten verarbeitet.

Hintergrund dieser Aktionen:

Wegen der  Bauweise und der Unterbringung in den Baracken war der Einsatz von Kochplatten, Heizgeräten, elektrische Geräte mit Anschlußkabel oder Tauchsiedern generell verboten. Nur das Bügeleisen war für den Einsatz auf dem Steinfußboden des Flures genehmigt. Man war ja erfinderisch und ein Bügeleisen mußte sein, da gab es keine Abstriche beim Hauptfeldwebel wegen der Bügelfalte natürlich.

In der Kompanie gab es zwei davon, die wurden nie richtig kalt und waren durch die Kocheinsätze zum bügeln fast ungeeignet und nur mit Vorsicht zu verwenden. Denn Fettflecke auf der Hose, da brauchte man erst gar nicht nach Urlaubs- oder Ausgangsschein zu fragen.